„ADHS und Dyskalkulie als Talentsignal“
mit der Davismethode Lernstörungen beheben, von Ronald D. Davis erschienen 2017 im ITV-Verlag

 

Das Buch:“ADHS und Dyskalkulie als Talentsignal“von Ronald Davis beschreibt ausführlich, was man unter Lernschwierigkeiten wie Dyskalkulie, Aufmerksamkeits- und Handschriftdefiziten( ADS/ADHS und Dysgraphie) versteht, wie sie entstehen und wie sie behandelt werden können.

Der Autor, Ronald Davis, litt unter Legasthenie und Autismus, wuchs in Amerika auf und galt in seiner Kindheit und Jugend als schwerst lernbehindert. Da ihm keiner entscheidend helfen konnte, entdeckte er eines Tages selber die Lösung seiner Probleme. Seine außergewöhnliche Begabung ermöglichte es ihm, aus seiner Erfahrung eine Methode zu entwickeln, die weltweite Anerkennung findet.

Inhalt des Buches“ADHS und Dyskalkulie als Talentsignal“: Das besondere an der Sichtweise von Davis besteht darin, dass er Dyskalkulie, ADS/ADHS und Dysgraphie (wie auch Legasthenie siehe “Legasthenie als Talentsignal“ von Ronald Davis) nicht für eine Krankheit oder Behinderung hält, sondern für die Folge eines besonderen Wahrnehmungstalentes. Er beschreibt sehr ausführlich, wie Menschen, die in inneren Bildern denken, die Welt erfahren und was sie verwirrt. Diese Verwirrung führt zur Verzerrung ihrer Wahrnehmung, die in Folge die Symptome der Dyskalkulie, Aufmerksamkeitsdefizite und der Handschriftprobleme (wie auch der Legasthenie) hervorruft. Genau an diesem Punkt setzt seine Behandlung an, die er Schritt für Schritt beschreibt.

Fazit:

  • Die Davismethode ist aus der Praxis für die Praxis. Durch ihren positiven Ansatz gibt sie den Betroffenen und ihrem Umfeld Hoffnung und Vertrauen, ihre Beschwerden zu überwinden. Die wichtigste Botschaft: „Dein Gehirn ist in Ordnung und nicht krank!“ Grundlegend geht Davis nicht von einem gestörten Gehirnstoffwechsel aus, sondern von einem ganz besonderen Wahrnehmungstalent. Betroffene denken rasant und kreativ in inneren Bildern. Stoßen sie allerdings  auf Dinge oder Symbole, die für sie kein inneres Bild erzeugen, werden sie verwirrt, was zu einer Verzerrung der Wahrnehmung führen kann. Diese Wahrnehmungsverzerrung (Buchstaben werden nicht klar erkannt oder verwechselt, Auditive Wahrnehmungsstörung, Verdrehen von Zahlen…) erklärt die verschiedenen Symptome, die bei Legasthenie, Dyskalkulie und ADS/ADHS und  vielen Mischbildern auftreten.
  • Die Lösung der Davismethode ist ursachenorientiert und kann in der Praxis Schritt für Schritt angewendet werden. Einfach, aber genial.
  • Ganzheitliches Konzept, das die Betroffenen selbständig macht und vor allem ihr Selbstvertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten stärkt.
  • Die sogenannte Davismethode ist umstritten, weil sie nicht nach exakten wissenschaftlichen Methoden verifiziert wurde, zeigt aber  empirisch erstaunliche Erfolge.

In meiner Praxis erlebe ich tagtäglich, wie alleine durch die Korrektur der Wahrnehmung eine signifikante Veränderung eintritt. Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit ihrem Auto im 1. Gang auf der Autobahn Tempo 60, so wird das Ihr Auto nicht lange durchhalten. Sie können sich im Innenraum nicht in Ruhe unterhalten wegen des lauten Motorengeräusches. Der Motor überhitzt usw. Die anderen Verkehrsteilnehmer fühlen sich durch Sie gestört und reagieren entsprechend. Sollten Sie ständig in dieser Weise mit Ihrem Auto fahren, wird es zu großen Verschleißerscheinungen kommen und Sie haben nicht viel Freude am Fahren. Keiner will mit Ihnen mitfahren. Sie werden sich unwohl fühlen, obwohl Sie sich so bemühen und ein leistungsstarkes, modernes Auto besitzen. Dieses Bild soll einen kleinen Einblick gewähren in das Leben eines Menschen mit falsch eingestelltem Energieregler.

Deswegen ist die Steuerung der eigenen Energie ein außerordentlich wichtiges Werkzeug besonders für Menschen mit ADS und ADHS, eigentlich für alle Bilddenker.

So ähnlich ergeht es den Kindern mit verzerrter Wahrnehmung. So drehen sich Zahlen oder Buchstaben oder sind nur verschwommen zu sehen, das Zeitgefühl widerspricht dem Empfinden der Mitmenschen u.v.m.

Auf meiner Homepage erfahren Sie unter „Behandlung“ wie ich diese Erkenntnisse in  meiner Arbeit umsetze.